Ein Wasserschneckenkraftwerk nutzt eine Röhre, durch die fließendes Wasser geleitet wird. In dieser Röhre, die oft aus Beton besteht, befindet sich eine archimedische Schraube, die so genannte Wasserkraftschnecke.
Die archimedische Schraube wurde durch Archimdes eigentlich zum Wassertransport auf ein höheres Niveau konzipiert. Beim Wasserschneckenkraftwerk wird das umgekehrte archimedische Prinzip bei der Wasserkraftschnecke ausgenutzt.
Während das Wasser die Röhre hinab fließt und die Wasserkraftschnecke in eine Drehbewegung versetzt, kann diese Drehbewegung zur Stromerzeugung genutzt werden. Das Wasser füllt übrigens nicht den gesamten Querschnitt der Röhre bzw. der Wasserkraftschnecke aus, sondern weniger als die Hälfte. Zudem ist die Wasserkraftschnecke fischfreundlicher als Wasserturbinen — zumindest in der Abwärtsrichtung. Für die andere Richtung, d.h. flussaufwärts ist eine Fischtreppe erforderlich.
Die Drehgeschwindigkeit der Wasserkraftschnecke liegt auch wesentlich unter der von Wasserturbinen.
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